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Kriegs - Tagebuch 1914-15 Johannes Koppenhöfer (Steinmetz) Frankenstein / Rheinpfalz

Geb. 15. April 1881 (Geb. Urkunde) in Frankenstein
Ges. 17. Mai 1915 (Bild) in Juburg Rußland

Landwehr
7. Jäger - Bataillon
Bückeburg
2. Ersatz Kompagnie

Vorliegender Text ist in Süterlin-Schrift in Bleistift entnommen.Bedingt durch den langen Zeitraum von mehr als 75 Jahren unter Berücksichtigung der Umstände unter denen das Tagebuch geführt wurde,sind einzelne Worte unleserlich.Sinngemäss wurden sie ergänzt,ausländische Ortsnamen können nur angedeuted werden.Einzelne Redewendungen in "Pälzisch" sind original wiedergegeben.Zubeachten ist ferner die Schreibweise jener Zeit. (Feb. 1993 - Peter Mossmann)

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Am 12. September 1914, abends 9 Uhr von Bückeburg abgefahren.
3 Uhr 30 in Holzwikede i.W.,verpflegt sehr gut.Mittags 2.30 Uhr
in .ebern gespeist,dann nach Gerolstein,1 Paar Würstchen,
St Vierth gespeisst,Weismers morgens 6 Uhr.

15.|X. Angekommen abends 7 Uhr,Malmedy gespeisst,dann noch drei
Brücken,belgische,überquert,Lüttich übernachtet,über Namur nach
.....................

Am 19. September morgens 9.45 angekommen.10.45 Uhr über Hirson nach Oringen,17 Kilometer zu Fuss,mit Bahn nach Guinigurt(?)

20.|X Morgens 2 Uhr angekommen,Biwak bezogen.

Am 21. abends 7.30 Schützenlinie bezogen.

Am 22. früh das erste Gefecht,Resultat:wir 3 Verwundete,1 Toter,
21 Franzosen gefangen.Abends 9.30 abgelöst.

Am 23. früh 10 Uhr Alarm,Gefechtsbereitschaft,1/2 1 wieder einrücken.Dann Wein fassen,ist bloss zu wenig.

Am 24. früh 9.30 Uhr antreten,abends 7 Uhr in Gefechtsbereitschaft,bekommen unterwegs um 9 Uhr schweres Artilleriefeuer,um 3 Uhr morgens.

den 25. in 2. Gefechtslinie,abends 10 Uhr in 1. Gefechtslinie.

Am 26. früh 5.30 Uhr beginnt ganz fürchterliches Kanonenfeuer welches bis Mittwoch anhällt.Abends 9.30 Uhr Ablösung.

27. Ruhetag

28. abends 7 Uhr in 1. Gefechtslinie,es ist so ziemlich ruhig,derFeind liegt 500 m von uns entfernt.Abends 9 Uhr Ablösung,um 11 Uhr Schützengraben ausheben bis 4 Uhr früh.

30.|X. Abends abgelöst 9 Uhr.

Am 1.X. Ruhetag.

Am 2. abends 9 Uhr Abfahrt von Guiss..... über Laon,Saint Quentin nach Cabrai,um 2 Uhr nachts

dem 4.X. angekommen.In Guai..... wurden uns,als wir Abschied
nahmen 5 Eisere Kreuze zuerkannt.Sie sind scheints nicht sparsam damit.

Am 4.X. 1/2 12 Uhr Abmarsch nach Duai(?).In der Kaserne übernachtet,die Betten sehr gut.

Am 5.X Habe Lansleute in der Kaserne getroffen.Eilbefehl:um 8 Uhr Abmarsch nach Lens.In der Gendamerie-Kaserne übernachtet.

6.X. früh 5 Uhr ...... der Schützenlinie sind jetzt der Kavallerie-Division zugeteilt,übernacht auf Vorposten,wurden

7.X. früh 5 Uhr durch 142 Badenser abgelöst.Abends 6 Uhr Abmasch nach Carvin.Um 10 Uhr in Privatquatier,sehr gut.

8.X. 10 Uhr Abmarsch als Avantgarde nach Laingasur(?)Vorher noch Einteilung in Kompagnien,werde der 3.Kompagnie zugeteilt.Abends 10 Uhr in Notquartier.

Am 9.X. Früh 10 Uhr Abmarsch nach Bethune.Komm nicht hin ,die Franzosen hatten sich schwer verschanzt,unsere Artillerie ist zu schwach.
Am 10.X.gingen wir wieder links ab,sollten abends wieder nach Bethune marschieren.Bekommen aber schreckliches Gewehrfeuer,alles rennt zurück,es ist sehr dunkel.1/2 Stunde späte wird wieder gesammelt,ist aber keine Ordnung in die Kolonnen zu bringen.Um10 Uhr abends musste unsere Kompagnie auf Vorposten Habe ganz vorn gestanden,wo alle 3 Minuten die Strasse mit Gewehrkugeln überschüttet wurden.

Am 11.X.früh sind wir beim Vormarsch die 2.Kompagnie.Ankommen um 11 Uhr,aus den Häusern Gewehrfeuer,um 2 Uhr fürchterliches Schrapnellfeuer,müssten aber vorgehen.Hauptmann v. List ging abends doch nicht mehr vor zudem er Befehl hatte vorzugehen,wurde um 1/2 8 Uhr verwundet.Nachmittags wurde Oberleutnant von Humm(?) in der Backe verwundet.

Am 12 Früh marschieren wir wieder nach rechts herüber,war sehr neblig.Mussten abends noch einen Angriff unternehmen und dann auf Vorposten ziehen.

Am 13 lagen wir in Richebourg.Es ist sehr kalt in Bereitschaft,musste abend 8 Uhr in Schützengraben,die Nacht ist ruhig aber kalt.

Am 14.X. beginnt morgens heftiges Granatfeuer,bleibt dann den Tag über ruhig.Abends 8 Uhr sollen wir Stroh holen,werden aber 200 m von der Schützenlinie mit Schnellfeuer aufgehalten.Mussten dann in den Graben flüchten.Dann zurück nach dem Dorf,den ganzen Weg auf den Knien.Es ist schrecklich ständig in Tauchergräben,2 mal nach der Schützenlinie mit der Munition.Es ist regnerisches Wetter ,die Kugeln schlagen rechts und links von uns ein.Es sollen meistens Engländer sein,schiessen meistens zu hoch.

Am 15.X. früh erhalten wir seit 3 Tagen zum 1. Mal Suppe und Brot,nachmittags Wein.Schmeckt sehr gut.Links neben uns liegen bayrische Chevaulegers,die bekommen Hühner mit Suppe,Konserven mit Brot und Wein.Es ist anders als bei den Preussen.Den ganzen Tag ist es ruhig,nur hin und wieder fängt ein englisches Maschinengewehr an,20 bis 30 Schuss abzugeben.Abends 9 Uhr treten wir den Rückzug an und marschieren bis

16.X früh 4 Uhr ,wo wir den Rest der Nacht im Quartier verbrachten.Die Leute waren sehr freundlich,schöne Mädels.Um 10 Uhr bekommen wir die 1.Löhnung seit Bückeburg: 14.70 Mark.Um 1/2 2 Uhr Abmarsch nach Annoeulliw wo wir den Rest des Tages verbringen.Abends 7 Uhr werden Liebesgaben verteilt.Ich bekomme Knieschoner und Hemd,die nötigen Cigarren und Cigaretten,Schokolade und dergleichen.

Am 17.X. ist Ruhetag,es ist aber alles zu ungewiss.Von 9-10 Uhr Gewehrreinigen,um 11 Uhr Gewehrapell,um 12 Uhr Feldgottesdienst mit Nachsehen des Anzugs,um 4 Uhr antreten der Kompagnie mit Einteilen verbunden.Um 1Uhr bekomme ich ein Paket mit Cigarren von Rotländer,schmecken ausgezeichnet.Um 1/2 6 machen wir uns Bratkatoffeln,schmecken gut und gehen nach der Stadt.Zuerst eine Flasche Wein,dann in anderes Restaurant,wo wir noch 4 Bier trinken.Um 9 Uhr gehts zu Bett,natürlich Fussboden.

Am 18.X. Nochmals Ruhetag.Um 1/2 2 Uhr feldmaschmässig Apell.

am 19.X. früh 4.15 Uhr Abmarsch über Seclin,Lille nach Quesnoy S.Wo unsere Kompagnie die Bewachung des Divisionsstabes übernimmt.

Am 20.X. früh 3 Uhr Kaffee,dann Abmarsch nach Pont Rouge,wo wir als Reserve liegen bleiben.Sind jetzt wieder in Belgien.Vom 20.-21. muss unsere Gruppe die Patroulie stellen zwischen Jäger 7 und Infanterie 104.

Am 21. X. 8 Uhr nach einem Gehöft müssen wir immer längs der Gräben entlang unter englischem Schrapnell und Gewehrfeuer.Um 10 Uhr am 21. erreichen wir das Gehöft,jetzt wird auch das beschossen. 3 Verwundete in einem gewölbten Stall,wo die englischen Ausbläser einschlagen.Um 3 Uhr beginnt ein schreckliches Feuer,die Sachsen müssen am linken Flügel zurück.Es werden etliche gefangen genommen und die gefangenen Engländer befreit.Unsere Artillerie ist zu schwach.Abends 9 Uhr holen wir Reissuppe und Brot in Infanterie 104.Am linken Flügel dauert der Kampf immer noch fort.Die Engländer benutzen Leuchtkugeln.Über Nacht sind wir in Bereitschaft im Schweinestall,mit Freund Dresbach.Es ist sehr kalt und wenig Stroh.

Am 22.X. ist es so ziemlich ruhig,um 1/2 5 Uhr nachmittags bsginnt die englische Artillerie wieder unser Gehöft zu beschiessen.Eine Granate schlägt die Mauer durch und tötet 4 Jäger und 2 Infanteristen,5 Mann sind ausserdem verwundet.Jetzt folgen noch 4 Schüsse,welche aber weiter keinen Schaden anrichten,da sie sämtlich an einer Stelle einschlagen.Von der Landwehr ist mein Freund Dresbach der Kopf buchstäblich vom Leib gerissen.In der Nacht zum

23.X. müssen wir Unterstände bauen mit 7 Pionieren.Unter den Unterständen ist es sicherer wie in dem Gehöft.Den ganzen Tag bringen wir unter den Unterständen zu.Abends 9 Uhr gibt es Essen:Suppe,Brot,Speck und Kaffee.Dann gehts in den Schützengraben,lösen die 134er ab.

Am 24.X. früh 1/2 2 Uhr,haben gerade Wache,wird mit Leuchtkugeln von den Engländern geschossen.Es ist das Zeichen zum Angriff.Jetzt gibts Schnellfeuer,die Artillerie greift auch ein,schiesst aber zu weit.Um 4 Uhr wird es wieder ruhig,aber am linken Flügel hört man fernes Gewehr und Kanonenfeuer.Verluste haben wir keine.Den Tag über verbringen wir im Graben mit Schlafen,Essen Trinken,Gewehrreinigen und erzählen.Wären alle froh wenns wieder nach Hause ginge.

25.X. Es ist Sonntag.Es ist so ziemlich ruhig.Nur hin und wieder fällt ein Schuss.Abends 9 Uhr werden wir abgelöst durch Infanterie,gehen zurück zu dem Gehöft und verbringen dort den Rest der Nacht.Ist wieder Regenwetter.

26.X. Früh 8 Uhr marschieren wir etwas zurück nach einer Tabakplatage,wo wir uns Unterstände bauen.Jede Gruppe für sich.

27.X. Den ganzen Tag Ruhe.Mittags 4 Uhr Gewehrapell.

28.X. Wieder Ruhetag.Die Artillerie schiesst den ganzen Tag,sonst so ziemlich ruhig.

29.X. Den ganzen Tag müssen wir unter dem Unterstand bleiben.Abends 9 Uhr antreten,dann wieder in die Unterstände.

30.X. Um 2 Uhr Abmarsch nach der Schützenlinie,wieder Unterstände bauen.Um 11 Uhr müssen wir vorrücken.Wir bekommen ziemlich Gewehr und Granatfeuer,bleiben in einem Graben liegen bis 4 Uhr.Dann gehts wieder vor.Die Kugeln schlagen rechts und links von uns ein.Um 6 Uhr abends liegen wir auf einem freien Feld ohne jegliche Deckung.Wir sollen uns hier eingraben.Wir haben ziemlich Verluste:Zwei Zugführer,Feldwebel Stürmer und Sergant Sterzenbach außerdem noch ein Landwehrmann tot und 4 Oberjäger,13 Jäger verwundet.Um 9 Uhr sind wir ziemlich fertig mit eingraben.Kommt Befehl:wir müssen zurück zur alten Stellung,werden da von der 4. Kompagnie abgelöst.Gehen noch 400 m zurück und beziehen da Nachtquartier.Wir haben uns ein paar Strohmatten ans Haus gestellt und schlafen.Da drunter ich bin direkt am Schweinestall.Es ist ein Parfüm,nicht zum aushalten.

Am 31.X.Wir liegen den ganzen Tag unter den Strohmatten,hauptsächlich wegen der vielen Flieger in der Luft.Die Kanonen donnern fürchterlich,es ist wieder was im Gange.Früh haben wir noch Liebessachen empfangen,von der Stadt Barmen,Tabak und drei Cigaretten.Um 1/2 5 Uhr müssen wir wieder rausgehen,einzeln der Strasse entlang bis zu einem zerschossenem Gehöft,wo wir uns ducken.Um 8 Uhr müssen wir vor nach der Schützenlinie zur Verstärkung.Dann gehts wieder weiter,das berühmte Sprung auf Marsch Marsch.Wir müssen so ziemlich an der englischen Schützenlinie sein.Hier heißt es wieder eingraben,da der rechte Flügel zurück bleibt.Die Nacht gibts noch ein paar mal was zu tun.

1.November,es ist Allerheiligen,hier merkt man nichts davon.Wir liegen jetzt 50 m vor der englischen Schützenlinie.Vor dieser ist ein 10 m breiter Drahtverhau und ein lebender Zaun.Wie wir da durchkommen weiß ich noch nicht.Sonst ist es ruhig,nur wenn einer den Kopf hebt knallt es schon.Eben war einer austreten,kommt wieder zurück,wie er in den Graben springen will knallt ein Schuß und sinkt tot zusammen,Brustschuss.

Am 2.XI. Wieder ziemlich ruhig.Die Engländer werfen wieder Laufgräben aus,haben auch einige höhergelegene Häuser besetzt und schießen auf uns,sonst bleibt es ruhig.

Am 3. um 9 Uhr früh beginnt unsere schwere Artillerie mit Kanonen auf die englische Schützenlinie,dass der Dreck in unsere Gräben fliegt.Abends 11 Uhr wird unsere Kompagnie ab
abgelöst.Ich und noch 11 Jäger müssen bei der Kavallerie bleiben mit Oberjäger Rading.

Am 4. liegen immer noch im Graben,es ist naßkalt aber ruhig.Morgens bekommen wir Cacao.Ich füll mir gleich meine Feldflasche,die reicht den ganzen Tag.Um 4 Uhr beginnt es fest zu regnen,um 9 Uhr werden wir abgelöst.Um 11 Uhr sind wir glücklich im Gehöft und wie sehen wir aus:voll Lehm von unten bis oben wir mußten durch einen Laufgraben durch, 1 Kilometer lang, 1.80 tief,unter 20 cm Wasser.

Am 5. früh 4 Uhr gabs Kaffee,dann wude nochmals schlafen gelegt bis 10 Uhr.Unser Schlafzimmer war ein alter Schuppen ohne Tor.Heute ist schönes Wetter,werden die Sachen getrocknet und gereinigt.Um 5 Uhr Abmarsch nach Quesnoy,dort werden wir wieder vollgefüttert.Dann 4 Uhr Abmarsch nach Roubary (?),wo wir eine Stunde Aufenthalt haben,mit Kaffee auf,m Rathausplatz.Ein wunderschönes Rathaus,überhaupt eine schöne Stadt.Um 9 Uhr Abmarsch nach Wattrelos wo wir Quartier beziehen.Sehr gute Leute,eine Frau mit Kind,der Mann im Kriege.

Am 7. früh 8 Uhr aufgestanden,sehr gut geschlafen.Kaffee zum ersten Mal mit Brötchen,schmeckt sehr gut.Um 11 Uhr Abmarsch nach Bossuit 17 Kilometer,wo wir wieder Quartier beziehen bei einer alten Frau.

Am 8. Heute ist Sonntag auch zugleich Ruhetag,weil die Herrn zur Jagd sind.

Am 9. Auch wieder Ruhetag mit Apell und Liebesgaben-Empfang.

Am 10. Ruhetag.von 1-3 Uhr exerzieren.

Am 11. Ruhetag.Früh 10 Uhr exerzieren bis 12 Uhr.Vorher hat Drescher und Oberjäger Rading das Eiserne Kreuz erhalten.2.15 Uhr Löhnungsapell:5,30 M zum ersten mal.

Am 13. Mittags 1 Uhr zur Divisionswache,um 1/2 5 Uhr Abmarsch nach Audenard.Unterkunft 1 Uhr,um 2 Uhr fängts an zu Regnen.Um 4 Uhr beziehen wir in einem früheren Kloster,jetzigen Strohschuppen,Quartier.Es ist verflucht kalt.

Am 14. sind immer noch im kalten Kloster Audenarde,ist eine schöne Stadt.Lasse mir Haar und Bart scheren und lasse mir das Bier zu 35 CT schmecken.Gestern 2 Karten erhalten.

Am 15. Früh 2 Uhr aufstehen,Kaffee fassen um 2.45 Uhr,Abmarsch zum Bahnhof,um 8 Uhr Abfahrt,wohin unbekannt.5 Stunden im Bahnhof bei bitterer Kälte gestanden.Zu Mittag sind wir in Brüssel,dann gehts weiter nach Landm.......,wo wir Verpflegung erhalten.Dann gehts über Lüttich nach Herbesthal wo,s wieder Verpflegung gibt.Herbesthal ist die Grenzstadt.

Am 16. Früh 5 Uhr durch Aachen wo,s Kaffee und Brot gab.Dann über Köln,Elberfeld,Schwerte,Unna nach Lippstadt.Verpflegung.Dann über Paderborn,Kreiensen,Seesen,Holzminden,Goslar Halberstadt,Magdeburg,Burg.Verpflegung in Brandenburg.

Am 17. früh 6 Uhr in Berlin Tempelhof,Verpflegung schlecht,Kaffee gut.Frankfurt a.d.Oder,nach Bentschen(?).Verpflegung sehr gut,dann nach Posen.Dann über Pudewitz,wo,s guten Kaffee gab,nach Deutsch Eilau.Wurst,Brot Kaffee.

Am 18. früh 8 Uhr erreichen wir unser Ziel:Cracau,wo wir ausgeladen wurden.Um 10 Uhr Abmarsch nach Gross Tauerses(?),wo wir Quartier beziehen.Die Russen haben die schönsten Häuser zusammengeschossen.Um 3.30 Uhr Abmarsch.Nach 21 Kilometer schlechtes Nachtqartier.Der Wind pfeift durch die ganzen Dachlöcher.Wir wären alle froh,wenn wir wieder in Frankreich wären.

Am 19. Früh 6 Uhr Abmarsch nach der Grenze durch verlassene Dörfer.Zu Mittag erreichen wir die Grenze am Zollhaus.Sind sämtliche Fensterscheiben zertrümmert.Jetzt beginnen die russischen Strassen,es ist fürchterliches marschieren bis abends 1/2 7 Uhr wo wir wieder das Grenzdorf erreichen und Menage fassen.Es fängt schon an knapp zu werden.

Am 20. Früh Abmarsch über die Grenze,den ganzen Tag laufen von früh 6 Uhr bis abends 7 Uhr über hartgefrorenen Acherland,man spürt die Knochen kaum.

Am 21. Immer weiter laufen die Russen,verlassen die Ortschaften und wir besetzen sie.Um 3 Uhr erhalten wir das 1.russische Granatfeuer und Schrapnells.Die Russen schiessen auch gut.Excellenz wurde verwundet.

Am 22. früh 7 Uhr antreten,dann 2 Gruppen ausschwärmen,die anderen rücken in eine Scheune wo der Wind durchpfeift.Mittags 1 Uhr Abmarsch nach Chischilowa,ist die erste russische Stadt.Die Bevölkerung ist sehr freundlich,unsere Gruppe bezieht Posten in einer Zuckerfabrik,ist zum ersten mal daß man sich wieder durchwärmen kann.

Am 23. Mittags 1 Uhr werden wir durch 4.Kompagnie abgelöst.Marschieren zurück nach der Stadt,müssen aber sofort wieder ausrücken,vor der Stadt Schützengräben ausheben.Müssen die Nacht bei 15 Grad Kälte im Graben aushalten,bei dreistündiger Ablösung.

Am 24. Früh 1/2 10 Uhr zogen wir uns von den Russen zurück.Haben beim Rückzug 1 Maschienengewehr von den Garden und 4 Jäger verloren.Als wir die Stadt verlassen haben und ein Kilometer entfernt sind treffen wir 1 Infanterie Division mit Artillerie.Die Russen müssen wieder zurück und abends rücken wir wieder in die Stadt ein und beziehen wieder Wache.Um 1/2 12 Uhr verlassen wir wieder Chischilowa und maschieren bis früh 1/2 6 Uhr.

26. wo wir Kaffee empfangen.Die Verpflegung ist hundsmiserabel,in 5 Tagen 2/2 Brot.1/2 7 Uhr gehts weiter bis wir um 10 Uhr Quartin erreichen.Um 2 Uhr gehts weiter.Nach 6 Kilometer beziehen wir in einem Haus Quartier wo Hühnerstall unterm Bett und Schweinestall im Schrank.Es stinkt furchtbar.Aber es ist kalt und besser als in der Scheune.

Am 27. Früh 7 Uhr Abmarsch zur Division,12 Kilometer.Um 12 Uhr beziehen wir Quartier,um 3 Uhr werden wir alarmiert,müssen 3 Kilometer vor und Schützengraben ausheben.Um 7 Uhr muß 3.und 4.Kompagnie noch weiter vor in ein Dorf wo die Husaren liegen.Müssen Vorposten beziehen und in einem Stall wo viel zu klein ist,schlafen.Krote sagt zu Siebert er solle Zelte aufbauen.

Am 28. maschieren wir nach Mlava,wo wir übernachten.

Am 29. marschieren wir über Illawo-Soldau wo wir die Gewehre anziehen müssen,nach Wolgersdorf wo wir in einem Bauenhaus Quartier beziehen.

Am 30. Früh 10 Uhr Abmarsch nach Soldau zum Verladen.Zug ist noch nicht da,müssen in Soldau wieder Quartier beziehen.Soldau ist ziemlich halb zusammengeschossen.

Am 1. Früh 7 Uhr werden wir verladen,fuhren dann über Deutsch Eilau,Thorn nach Nieszawa.,wo wir um 1/2 1 Uhr ankommen und Quartier beziehen.

Am 2. Früh 10.30 Uhr marschieren wir nach Mloclawek,wo wir bei einem Juden Quartier beziehen,sehr gut.

Am 3. Früh 8 Uhr Abmarsch nach Kowrel(?),Quartier auch gut.Zum erstenmal Gänsebraten bei einem Juden gegessen:1.20 M.Es ist aber überall sehr "trekig".Um 4 Uhr früh Abmarsch nach Gostynin wo wir in einem Bankgebäude Quartier beziehen.

Am 5. Früh Abmarsch nach Combin(?),wo wir in einer elenden Baracke vor der Stadt Quartier beziehen.

Am 6. Früh 1/2 10 Uhr antreten,um 11 Uhr Feldwache beziehen.Es sind Kosaken gemeldet,müssen 2 1/2 Stunden schildern.

Am 7. Mittags 12 Uhr werden wir von der 1.Kompagnie abgelöst.

Am 8. Früh 6 Uhr Abmarsch nach Oporow,wo wir wieder Quartier beziehen.

Am 9. ist sogenannter Ruhetag.Die Herren sind zur Hasenjagd.Um 6.30 Uhr abends ist Abmarsch über Tych....... nach Wyskirnica(?) wo wir einquartiert werden.

Am 10. bleiben wir liegen und

Am 11. auch in Alarmbereitschaft.

Am 12. Früh 6 Uhr Abmarsch nach Maryjek zur Bewachung einer Brücke.

Am 13. müssen wir auch wieder bewachen.

Am 14. dasselbe

Am 15. Abmarsch nach Os........

Am 16. Abmarsch früh 6.30 Uhr nach Ruskie(?)

Am 17. wieder Ruskie

Am 18.

Am 19. Auf dem Marsch nach Skierniwice lag rechts der Strasse eine schrecklich zerstümmelte Frauenleiche,von einer Schrapnellkugel herrührend.

Am 19. Abmarsch nach Skierniwice,dann noch 10 Kilometer weiter im Wald in Reserve.Abends zurück,am Eingang der Stadt in einer Scheune einquartiert.

Am 20. Früh Abmarsch nach der Reservestellung,den ganzen Tag in Franzwikow(?) abends Wache.

Am 21. Zurück nach Skierniwice,unterwegs um 12 Uhr gespeist.Am 19. wurde Brot gekauft von der Kompagnie,musste aber von uns selbst bezahlt werden.Tage vorher wurden 1 3/4 Brot an eine Gruppe,9 Mann verteilt.Am 19. früh 1/4 Brot an eine Gruppe.

Am 21. Früh über ......... nach Lowitsch.Unterwegs musste ich austreten.Dafür musste ich eine Wache machen.

Am 22. Früh 5.30 Uhr Abmarsch,vorher wurden noch die 10 PF Pakete verteilt,nach Brostyn,wo wir bis mittag durchmarschiert sind.Es regnet und sind durchgeschwitzt und stehen auf freiem Feld.Um 4 Uhr ins Quartier,um 8 Uhr abends Alarm es geht noch 10 Kilometer weiter in Gefechtsbereitschaft.

Am 23. Früh 6 Uhr in Schützengraben,um 6 Uhr abends werden wir abgelöst,suchen uns Quartier.Um 10 Uhr Abmarsch über Roszyn nach Gontyn wo wir

Am 24. früh 3 Uhr ankommen.Furchtbarer Dreck auf der Strasse.Hauptmann Falkenstein wollte die Leute zusammenreiten weil sie nicht rasch genug auf die Seite gingen.Wir wurden dann mit 2 Kompagnien in einem Stall einquartiert.Abends 7.30 Uhr war im Stall Feldgottesdienst vom ganzen Bataillon,wo ein armseliger Tannenbaum angezündet wurde.Dann erhielten wir pro Mann 6 Zigarren und 2 Becher Tee mit Rum.

Am 25. Heut hat man mal Zeit zum Waschen.Nachmittags bekommt jeder ein Stück Honigkuchen.Abends gehts in Unterstand.Um 11 Uhr müssen wir raus und nach der Schützenlinie wo Kavallerie liegt.Unsere Gruppe hat Patroullie nach der Infanterie.Als wir zurückkommen müssen wir noch eingraben.

Am 26. war alles ruhig.Wir liegen am Bzura-Fluss(?) gegenüber von ...... abends werden wir abgelöst.

Am 27. liegen wir wieder im Stall,ist immer noch das Beste.Abends müssen wir die 1. Kompagnie ablösen,unser Zug liegt in Reserve in einem Haus das keine Türen und Fenster hat.

Am 28. Abends werden wir von der 4. Komp abgelöst.

Am 29. früh hat es mich die Nacht sehr gebissen,ich untersuche die Hautjacke und finde Bienen.Nachmittags melde ich mich zum Arzt.Ich muß jetzt nach dem Lazarett.

Am 30, früh schlug noch eine Sdhrapnell in unser Stall.Nachmittags fahren wir mit dem Lebensmittelwagen nach Laniki.Unterwegs macht noch ein Pferd schlapp.Abends quartieren wir uns bei einem Juden ein.

Am 31. fahren wir mit dem Div. Brückenwagen nach Lowitsch,dort melden wir uns auf der Krankensammelstelle.Es ist ein trauriger Sylvester.Tee ohne Zucker und etwas trockener Hanf.

Am 1.Januar lassen sie mich so ziemlich zufrieden.Lasse mir 2 Pfund Rindfleisch holen zum Braten,kostet 68 PF.

Am 2. früh kommt der Feldwebel und gibt mir reine Wäsche und graue Salbe zum einreiben.Mittags esse ich im Restaurant,kostet 1 M.Ist Befstek mit Nudeln und Rotrüben und Zunge.

Am 3. früh melde ich mich beim Arzt,kann gleich losmarschieren.Gehe zuerst noch in die Badeanstalt,5 PF Brausebad.Dann maschiere ich bis Osmalin(?).Von dort aus fahre mit Auto bis Saniki.Schlafe wieder im alten Quartier.Es ist furchbar Kalt und Zahnschmerzen,kann die ganze Nacht nicht schlafen.

Am 4. gehe ich zu Fuss nach ....... unterwegs ein furchbares Schneegestöber.Fahre die letzten 10 Kilometer noch mit der Maschienengewehr.................

Am 5. ist Ruhetag.Unsere Komp liegt im Schützengraben.

Am 6. abends gehts in Graben,ich kom auf Hochpatroullie.

Am 7. abends abgelöst

Am 8. abends in Reserve.

Am 9. abgelöst

Am 10. abends nach dem Graben.Ich muß auf Oberjägerposten.

Am 11. abends abgelöst.

Am 12. abends in Reserve

Am 13. abgelöst

Am 14. in Graben,habe Posten in Graben.

Am 15. werden wir abgelöst

Am 16. in Reserve.Wir gehen in die Häuser,da in den Unterständen das Wasser zu hoch steht.

Am 17. von 52. Infanterie abgelöst.

Am 18. 6.30 Uhr Abmarsch nach Sluwice wo wir um 2 Uhr ankommen.Quartier gut.

Am 19. 6.30 Uhr Abmarsch über Gombin nach N..........

Am 20. Abmarsch nach Bjala.......

Am 21. ist Ruhetag.

Am 22. desgleichen

Am 23. 2 Stunden exerzieren.

Am 24. ist Sonntag,Feldgottesdienst.

Am 25. 2 Stunden exerzieren.

Am 26. Girlandenbinden beim Sta

Am 28. ist Treibjagd,haben die Landwehr Leute Ruhe.

Am 29. 2 Stunden exerzieren

Am 30. muß ich auf Stabswache

Am 31. werden wir um 10 Uhr alarmiert,marschieren 7 Kilometer und abends wieder zurück.

Am 1. Februar ist morgens 2 Stunden exerzieren.

Am 2. ist dasselbe angesetzt,müssen aber nach der Weichsel marschieren ohne Gepäck,dann wieder zurück.

Am 3. 2 Stunden exerzieren,mittags 1 Stunde Unterricht.

Am 4. morgens 8.45 Uhr Untersuchung der Augen,das ist richtig.

Am 5. morgens 8.45 Uhr Apell,12.15 antreten.

Am 6. morgens 8.45 Abmarsch nach Wloclawek

Am 7. Abmarsch nach Nieszawa

Am 8. Wieder über die Grenze nach Balkar(?),abends gutes Bier getrunken.

Am 9. Nach Thorn,wo wir um 2 Uhr mittags verladen wurden.

Am 10. 3 Uhr morgens Abfahrt,in Puggen Quartier gut,3 Uhr Abfahrt nach Rucanice,dann Abmarsch nach Nieden.

Am 11. Abmarsch nach Gross Kessel,28 Kilometer.

Am 12. Abends nach Kolkern(?),17 Kilometer

Am 13. Abmarsch nach Klein Rogallen,Angriff auf Russen.

Am 14. Angriff auf Grajewo.

Am 15. Abmarsch nach Prosken,dann nach M.......... zur Sicherung des Selmensees(?),abends Doppelposten bezogen.

Am 16. wurden wir abgelöst.

Am 17. ziehen wir wieder auf.

Am 18. werden wir abgelöst.

Am 19. aufgezogen

Am 20. rücken wir wieder zum Bataillon bis Braglow.

Am 21. Treffen wir in Zinow mit dem Bataillon zusammen.

Am 22. sind wir in Bereitschaft auf einem Gute,am 22. im Dorf.

Am 23. Abmarsch nach Wolna,wo wir uns eingraben und Feldwache aufstellen

Am 24. bleiben wir in Stellung.

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